Fei – ein kleiner Diskurs

Da wir ja quasi als Namensträger verpflichtet sind, das Rätsel um die Bedeutung und Herkunft von Fei aufzuklären, wollen wir nun endlich dazu Stellung zu nehmen.

Nach ausführlichen Recherchen in der Münchner Staatsbibliothek, beim Bayrischen Landesverein für Heimatpflege und im Internet fanden wir die Antwort auf die Frage, was es mit dem Wörtchen fei eigentlich auf sich hat. „FEI SCHO” ist nichts anderes als die bayrische Antwort auf „Feng Shui”. Überrascht? Alles klar?

Und nun die Erklärung für Rationalisten. Das Wörtchen fei wird im süddeutschen Sprachraum verwendet und kann allenfalls mit „aber, wirklich, natürlich, freilich, gewiss” ins Hochdeutsche übersetzt werden. „Des derf ma fei net!” hieße also etwa: „das darf man aber, wirklich, natürlich, freilich, gewiss nicht!!!”. Hier wird ganz deutlich die verstärkende Funktion des Modalpartikels fei sichtbar. Aber selbst diese Übersetzung trifft bei weitem nicht den Kern der Sache, da der angesprochenen Person unterstellt wird, eigentlich zu wissen, dass man das aber, natürlich, wirklich ganz gewiss nicht tut!

Die Frage der Herkunft und Geschichte des Wortes fei ist etymologisch immer noch strittig.

Drei der plausibelsten Theorien seien im Folgenden nun kurz dargestellt:

Fei kommt ursprünglich vom lateinischen finis (Ende, Grenze) und ist im 12. Jahrhundert als französisches Wort fin über Schwaben und Franken bis nach Altbayern gelangt. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass auch unsere Jugendlichen im Prinzip das Wort neudeutsch verwenden. „Des is fei scho schee!” wird so zu „das ist endgeil!”

Im Allgäu trifft man auf die Bezeichnung frei(!) scho. Es gibt Hinweise, dass es sich hierbei um eine dialektale Verkürzung von freilich schon handelt. Durch den Wegfall des „r” (Elision) – etwa aus Gründen der artikulatorischen Aufwandsverringerung – ist dann unser fei entstanden.

Bliebe nur noch zu klären, wie es zu dem vorwiegend im bayrischen Wald auftretende feind (!) scho kam.

Eine interessante Spur führt zum mittelhochdeutschen Wort feien, welches obsolet ist und nur noch in archaisierender Dichtung verwendet wird. Das Partizip Perfekt „gefeit” ist als Adjektiv hingegen noch lebendig geblieben und bedeutet so viel wie „durch die Zauberkräfte einer Fee (urspr. Fei) geschützt bzw. gestärkt”. Der Ausdruck fei(e)! stellt den Imperativ des Verbs feien dar.

In diesem Zusammenhang wollen wir erwähnen, dass uns fei scho immer klar war, dass diesem Bandnamen ein stärkender Zauber innewohnt.